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28. 04. 2018 - Welttag der Gesundheit am Arbeitsplatz

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Macht Stress am Arbeitsplatz psychisch krank?

Präventionsmaßnahmen senken das Risiko von langfristigen Arbeitsausfällen

Die Zahl der Krankschreibungen aufgrund psychischer Beschwerden steigt seit Jahren an. Berufliche Faktoren wie Zeitdruck, Überforderung und Sorge um den Arbeitsplatz spielen dabei eine entscheidende Rolle. Die Wirtschaft sollte aufgrund dessen die vielfältigen Möglichkeiten im Bereich der Stressprävention stärker nutzen. Dafür setzt sich die Verhaltenstherapie Falkenried MVZ GmbH ein. Neben Therapieangeboten bietet das Medizinische Versorgungszentrum  ein Online-Programm an, das Hilfestellung bei Stressabbau und Burnout-Prävention leistet. Meist bis zu 100 Prozent der Kosten übernehmen  die  Krankenkassen.

Starke Belastung für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und das Gesundheitssystem

Immer weniger Arbeitnehmer melden sich wegen körperlicher Beschwerden krank. Die Zahl der psychisch bedingten Arbeitsausfälle steigt dagegen seit Jahren anhaltend an: Seit 1997 hat sie sich verdreifacht (plus 209 Prozent). Die Langzeitarbeitsunfähigkeit aufgrund psychischer Störungen nahm seit 2000 um 114 Prozent zu. Damit sind psychische Erkrankungen, insbesondere Depressionen, für einen großen Anteil der Krankengeldzahlungen verantwortlich.

Das MVZ Verhaltenstherapie Falkenried zählt zu den größten ambulanten Versorgungszentren für psychische Erkrankungen in Norddeutschland. Jedes Jahr behandelt es mehrere tausend Patienten. 35 bis 40 Prozent davon sind infolge ihrer psychischen Beschwerden nicht mehr arbeitsfähig.

Unsere Untersuchungen bei Patienten der Barmer haben ergeben, dass diese im Durchschnitt bereits seit 126 Tagen arbeitsunfähig sind, bevor sie eine Psychotherapie beginnen. Zum Vergleich: An Krebs erkrankte Menschen sind durchschnittlich etwas über 90 Tage arbeitsunfähig. Die Fehlzeiten stellen eine erhebliche Belastung für alle Seiten dar: Die Arbeitgeber haben keine andere Wahl als den Leistungsausfall zu verkraften. Sie müssen  in den ersten sechs Wochen des Krankenstandes den Lohn weiterzahlen. Das Gesundheitssystem trägt die Lohnfortzahlung ab der sechsten Woche. Und bei den Erkrankten fällt zum einen die Arbeit als stabilisierender Faktor weg (nicht immer ist Fernbleiben von der Arbeit gesundheitsförderlich). Zum anderen verstärken lange Fehlzeiten mögliche Probleme am Arbeitsplatz, etwa zwischenmenschliche Konflikte oder die Angst vor dem Jobverlust.

Zeitdruck und Überforderung tragen offenbar zu Erkrankung bei

In den meisten Fällen kommt es zu einer Krankschreibung, weil die bestehenden Beschwerden die Arbeitstätigkeit stark beeinträchtigen. Aktuelle Zahlen aus einem von der Verhaltenstherapie Falkenried entwickelten Patientenfragebogen zeichnen ein eindeutiges Bild: Demnach scheinen am Arbeitsplatz bestehende Belastungen eine wesentliche Ursache für die psychische Erkrankung und die Arbeitsunfähigkeit zu sein.

Nur 17 Prozent unserer Patienten mit einer bestehenden Arbeitsunfähigkeit geben beim Erstkontakt an, mit ihrem aktuellen Arbeitsplatz zufrieden zu sein. Hingegen berichten 40 Prozent von einer starken Unzufriedenheit. Befragt nach den bestehenden Belastungen am Arbeitsplatz geben 60 Prozent dieser Patienten einen hohen Zeitdruck an. 44 Prozent leiden an einer Überforderung und fast 38 Prozent nennen als Hauptbelastung die Sorge um den Arbeitsplatz.

Doch sind diese Belastungen am Arbeitsplatz auch ursächlich für die psychische Erkrankung? Trotz der dargestellten Bedeutung des Themas gibt es hierzu kaum Forschungserkenntnisse oder psychotherapeutische Konzepte. Eine erweiterte Einschätzung der Patienten ergibt, dass besonders die Faktoren Zeitdruck und Überforderung sowie die Doppelbelastung im Berufs- und Privatleben die psychischen Beschwerden mitbedingen. Im Durchschnitt erleben die Patienten berufliche Faktoren als genauso bedeutsam für die Krankschreibung wie die Symptome der psychischen Erkrankung selbst.

Stress vorbeugen, Arbeitsausfälle vermeiden

Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig die Bedingungen am Arbeitsplatz für die psychische Gesundheit sind. Um Arbeitsausfällen vorzubeugen, sollte die Wirtschaft die vielfältigen Möglichkeiten im Bereich der Stressprävention stärker nutzen. So sollten zum Beispiel die Führungskräfte entsprechend geschult und für das Thema sensibilisiert werden.

Für Arbeitnehmer existieren bereits gute Angebote zur Stressbewältigung und Burnout-Prävention. Unter anderem bietet die Verhaltenstherapie Falkenried das Online-Programm VTON (www.vton.de) an. Das Seminar wurde inhaltlich von Ärzten und Psychologen des Versorgungszentrums mitentwickelt und wird von den Krankenkassen gefördert. Für die behandelnden Psychotherapeuten ergibt sich die Konsequenz, die bestehenden beruflichen Belastungsfaktoren bei einer Arbeitsunfähigkeit stärker in den Mittelpunkt der Therapie zu stellen.

U.Peter

Infoveranstaltung zur Integrierten Psychotherapieausbildung im MVZ Verhaltenstherapie Falkenried 

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Innovative Ausbildung,  sicher finanziert, Job garantiert

 

Wann: Dienstag, 08.05.2018, um 18:00 Uhr 
Ort:  Veransstaltungssaal der Verhaltenstherapie Falkenried (im Bistro Café "Jarrestadt") in der Jarrestraße 27, 22303 Hamburg
Mit:  Dipl.-Psych. Markus Volmer, Institutsleiter VTF-IP Ausbildung und Ambulanz und 
         Kiki A. Peter, Institutsleiterin VTF-IP Organisation, Verwaltung und Personal


Wir laden Sie herzlich ein, sich ausführlich zu unserer Modellausbildung für Verhaltenstherapie beraten zu lassen.

  • Infos zur Modellausbildung
  • Faire Ausbildungsbedingungen
  • Soziale Verantwortung
  • Beispielhaftes Finanzierungsmodell

Infoveranstaltung Anmeldung

Verbindliche Anmeldung zur Infoveranstaltung am 08. Mai 2018.

Pflichtfeld *

 

Aus der Presse: Anstieg psychischer Erkrankungen bei jungen Menschen.

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Zwischen 2005 und 2016 stieg der Anteil der 18- bis 25-Jährigen mit einer psychischen Diagnosen um 76 Prozent. Besonders betroffen ist die bisher als nahezu gänzlich gesund geltende Gruppe der Studierenden.  Fast eine halbe Million Studenten waren wegen psychischer Störungen in Behandlung. Das ist fast jeder sechste. Zeit-,  Leistungsdruck,  finanzielle Sorgen und Zukunftsängste sind anscheinend die Hauptgründe.

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